Knoppix auf 128GB Stick mit Persistenz

Auf der Suche nach einer Möglichkeit ein Linux-System mit Persistenz (also Datenspeicherung), stieß ich immer wieder auf die Begrenzung von 4GB die für die Speicherung zur Verfügung stehen sollte, da das verwendete Dateisystem dort die Grenze setzt. Für mich ungenügend, da ich einen USB-3.0 Stick mit 128GB besitze und natürlich den ganzen Speicher nutzen möchte.
Es kursieren auch Anleitungen die eine casper-rw Partition benutzen, leider waren diese veraltet und somit nicht nutzbar.

Ich entsann mich auf das gute "alte" Knoppix und wurde fündig.
Auf der Webseite Knoppix.org kann man sich die aktuellste Version herunterladen.
Ich verwendete die 7.2 DVD-Version, brannte diese dann auf DVD und startete dann meinen Rechner von dieser DVD.

Im Startmenü befindet sich der Punkt Knoppix und in diesem Untermenü auch der Punkt Knoppix auf Flash-Disk installieren.
Also Stick einstecken und diesen Punkt wählen.
Man hat dann zwei Möglichkeiten bezüglich der Persistenz, entweder die schon angesprochene Speicherung in eine Datei (max 4GB) oder und da wird es interessant auf eine Overlay-Partition, genau dieses wählt man wenn man mehr als 4GB nutzen möchte. Im weiteren Verlauf der Installation wird man auch gefragt ob man diesen Bereich verschlüsseln möchte, was man auch tunlichst nutzen sollte.

Aber Achtung: dieses Passwort sollte man sich gut merken, sonst kann man nicht mehr auf seine Daten zugreifen!!

Die Installation und speziell die Einrichtung der Partition nimmt sehr lang in Anspruch also nicht wundern.
Der erste Start vom neuen Stick dauert etwas, beim zweiten Mal geht es schneller. ;-)
Man kann nun Daten darauf speichern, die Anwendungen behalten auch die gemachten Einstellungen.
Wem die Start- und Shutdownsounds nerven, wie mich und viele andere, die gehen in das Verzeichnis /usr/share/sounds und benennen die Dateien Startup.ogg und Shutdown.ogg um oder löschen diese und schon ist Ruhe.
Wer zusätzliche Anwendungen benötigt, kann diese problemlos nachinstallieren, auch diese bleiben erhalten.

An dieser Stelle Dank an Klaus Knopper für die geleistete Arbeit über all die Jahre!

zuletzt bearbeitet am 11.01.2014