Debian 6.0 "Squeeze" Installationsbericht

Knapp zwei Jahre sind seit dem letzten Release vergangen und die Debian-Gemeinschaft hat Zuwachs bekommen, Squeeze genannt oder einfach Debian 6.0.

Nach dem herunterladen des Netzinstallers welche es in unterschiedlichen Varianten auf debian.org gibt, brennt man dieses Image auf eine CD-ROM. Dann gilt es ein Backup des vorhandenen Rechners zu machen! Nach dem Einlegen der CD-ROM muß man eventuell die Bootfolge des Rechners so einstellen das von der CD-ROM gebootet wird, ist diese Hürde geschafft, bekommt man das Auswahlmenü des Installers präsentiert. Dort gibt es wieder unterschiedliche Möglichkeiten, die grafische Variante sieht sehr vielversprechend aus und führt souverän durch den Installationsprozess mit dem selbst Einsteiger keine Probleme haben sollten.

Nach der Installation kann man dann nicht gewünschte bzw. gewünschte Pakete (Programme) bequem über die Synaptic-Paketverwaltung, zu finden unter System -> Systemverwaltung deinstallieren bzw. installieren.

Negativ fielen mir nur drei Sachen auf:
Erstens, daß noch immer keine vernünftige Hardwareerkennung des Monitors/Grafikkarte stattfindet sodass man mit Einstellungen von 960x600 bei 60hz leben soll. Ich habe einen Röhrenmonitor (oldstyle) bei dem man bei dem Geflimmer Augenweh bekommt. Mandriva oder Suse haben schon seit Jahren - ich kann mich noch an den Installationsprozess von Suse 6.0 erinnern - einen Punkt während der Installation wo man Monitor und Grafikkarte sowie die gewünschten Auflösungen vorgeben kann. Abhilfe schafft hier nur eine vorhandene xorg.conf aus einem Backup einzuspielen.

Zweitens, ich nutze Pidgin unter Gnome (auch schon unter Lenny) nun wird man mit der skurilen Fehlermeldung "warte auf Netzwerkverbindung" erfreut, wobei man doch schon längst im Internet unterwegs ist. Schuld scheint der Netzwerkmanager von Gnome zu sein. Abhilfe gibt es dadurch, daß man Pidgin mit der Option -f startet (ignoriert diese Fehler). Ich habe es im Panel liegen, sodass man dort mit einem Rechtsklick die Eigenschaften öffnet und -f an den Befehl anhängt.
Drittens, das neue OpenOffice legt beim ersten Start eine gefühlte "Gedenkminute" ein bevor es ein Dokument lädt.

Wenn man diese Klippen umschifft hat, kann man sich entspannt zurücklehnen und ein stabiles Debian-System genießen. Danke an alle die mitgeholfen haben.

Teilweise liefen bei mir Java-Programme nicht mehr (Jose ein Schachprogramm und TimeAlbum ein GPS-Loggerprogramm), ich ersetzte die gcj (einfach in Synaptic danach suchen) Java Interpreterdateien durch die originalen von Sun-java6, danach funktionierten diese wieder.


zuletzt aktualisiert 2012-12-28