Linux Mint 15 Olivia KDE-Edition Erfahrungsbericht

Hier meine Erfahrungen mit der Linux Mint 15 Olivia KDE-Edition auf einem Tuxedo Book 751.

Nach langer Abstinenz von KDE zugunsten von GNOME als Desktop wollte ich wieder mal sehen, was sich seitdem beim K-Desktop-Environment getan hat und startete die KDE-Edition von Linux Mint. Diese kommt mit der Version 4.10.5. auf einer DVD.

Die Installation verlief unspektakulär so dass auch Anfänger damit klarkommen.
Sprache einstellen, Tastaturlayout wählen, Installationsort/Partitionierung wählen, Netzwerk einstellen und schon kann es losgehen.
Blöd nur das die gemachten Netzwerkeinstellungen die Installation nicht überleben und nochmal eingegeben werden müssen, klarer Minuspunkt.
Ein böses erwachen gab es auch nach dem einloggen, wo sind bitte schön meine Arbeitsplatz- respektive Desktopdateien geblieben? Hm, nach nachforschen im Netz mußte ich feststellen, dass das KDE-Projekt ebenso die Unsitte einer Shell ähnlich der GNOME-Shell eingeführt hatte. Ich bin bitte schön ein Anwender der mit solchen Spielereien gar nichts anfangen kann, deswegen gibt es auch so viele Forks die diese Marotte korrigieren, siehe Mate, Cinnamon und für KDE werden sicherlich solche nicht lange auf sich warten lassen
Ich brauche als Anwender – Entwickler hergehört – einen stinknormalen Schreibtisch auf dem ich Dokumente, Ordner, Programmverknüpfungen ablegen kann, weiter brauche ich virtuelle Arbeitsflächen auf denen stets dieselbe Anordnung vorherrscht, Punkt aus und Amen.

Dieses Verhalten einigermaßen nachzubilden kostete mich Zeit und Nerven, wer vermutet unter der abenteuerlichen Bezeichnung Aktivitäten dies einstellen zu können? Nun ganz gelingt es nicht, da in der Ordneransicht, so heißt das Konstrukt hie,r nur für jede einzelne Arbeitsfläche eingestellt werden kann. Die Option dies für alle gleich zu tun gibt es nicht, daher muß ich für alle 8 Arbeitsflächen die Einstellung der Hintegründe und der Anordnung der Dateien, Ordner und Programmverknüpfungen vornehmen. Effektives Arbeiten sieht anders aus.

Positiv hingegen, das ich nun meinen Kopfhörer anstecken kann und ohne irgendeine Einstellung tätigen zu müssen Musik auf die Ohren bekomme, Klasse, Danke an den Schöpfer der das bewerkstelligt hat.

Eine Unschönheit für die ich noch keine Lösung habe: Wenn ich meine Kamera per USB anstecke erscheint ein Dialog welcher mir zwei Möglichkeiten anbietet, entweder die Bilder mit dem Programm digikam oder dem Programm Gwenview herunterzuladen, möchte ich aber nicht, ich will nur einen stinknormalen Dateimanager haben, der mir die Möglichkeit gibt, meine Fotos in verschiedene Ordner zu sortieren oder diese zu löschen. Bisher gewonnenene Erkenntnisse laufen darauf hinaus, die automatische Geräteüberwachung zu editieren, leider waren hier wieder realitätsfremde Prgrammierer am Werke, die nicht verstehen können oder wollen oder beides, dass der Nutzer hier intuitiv agieren möchte, ganz einfach gesagt eine Auswahl an Programmen mit welchen die Bilder behandelt werden sollen, bei einer simplen Speicherkarte finktioniert es ja auch dort kann der Dateimanager gewählt werden.

Update 15.09.2013
Nachdem ich mich erfolglos in den Systemeinstellungen versucht habe, wagte ich den Blick in die Paketverwaltung, hier schlummerte unbeachtet ein Paket mit dem simplen Namen kamera, der begleitende Text klang vielversprechend: digital camera support for KDE applications. Und nachdem das Paket installiert war, gab es die dritte Auswahlmöglichkeit: mit Dateimanager öffnen. Ende gut alles gut.
Lästig auch, dass sich die linke Windows-Taste nicht zum Menüöffnen verwenden läßt, für Grenzgängner wäre dies out of the Box wünschenswert.

Wer pdf-Dateien im Firefox betrachten will muß leider einige Verrenkungen machen damit dies funktioniert.
Zuerst sollte man die Pakete kpartsplugin und acroread installieren. Dann muß man in den Firefox-Einstellungen folgendes tun, siehe Bild (alles was pdf betrifft).

Firefox PDF Einstellungen

Fazit: Ja was soll ich sagen, im Großen und Ganzen funktioniert was funktionieren soll, im Gegensatz zu GNOME sind hier die Konfigurationsjunkies gefragt – was ich schon vorher wußte – dieses hat Vor- und Nachteile, zumal wenn vieles nicht intuitiv ist und das sollte man in modernen Zeiten erwarten. Rechtsklick und gut ist es – mein Wunsch zumindest.

zuletzt bearbeitet am 15.09.2013