Ticketsysteme mit Opera unter GNU Linux nutzen

Wer hat es nicht schon mal erlebt, ein Ticket soll für eine Veranstaltung gebucht werden und rein zufällig hat man kurz zuvor auf dem Rechner die neueste Version der Lieblingsdistribution installiert.
Also wie gewohnt den Operabrowser angeworfen und siehe da ein leeres Fenster wird angezeigt wo normalerweise die Platzbelegung steht.

Was nun?

Meist liegt der Grund im nicht richtig oder gar nicht gesetzten Javainterpreterpfad, denn die meisten Ticketsysteme übermitteln ein Applet welches auf dem Rechner im Java-Interpreter des Benutzers ausgeführt werden soll.

Wo kein Interpreter da kein Ticket, das Leben kann so bitter sein. :-(

Aber Abhilfe ist in Sicht, Java ist in den meisten Fällen auf dem System vorhanden, wenn nicht, einfach mal im distributionseigenen Paketverwaltungssystem suchen und installieren, gegebenenfalls gleich ein Distributionsupdate machen, da es oft fehlerbereinigte Versionen im Netz gibt.

Danach im Operabrowser von der Menüleiste ausgehend folgende Schritte machen:
Extras --> Einstellungen --> Reiter Erweitert --> auf der linken Seite Inhalt anwählen --> Button Java Options

Dort muß man den Pfad zum Interpreter suchen, bei mir (Mandriva 2010, Opera 10.10) sieht der so aus:
/usr/java/latest/lib/i386

(Dies ist ein symbolischer Link und hat den Vorteil daß bei einem Update automatisch auf die letzte Version verlinkt wird.)
Darunter findet man den Button Java Pfad überprüfen, wenn man darauf klickt wird der gewählte Pfad geprüft, nett nicht wahr.
Und das war es schon.
Wem dieser Tip geholfen hat, kann mir ja in München eine Doppelkarte für eine Oper spendieren, die bessere Hälfte möchte natürlich auch mit. ;-)

Btw. Der 10.2. ist Bertolt Brechts Geburtstag, Happy Birthday!


zuletzt bearbeitet am 28.12.2012