Vorsicht Kunde


heißt eine Rubrik der Computerzeitschrift ct.

Einen kürzlich erlebten Fall mit dem Shop von United Navigation (http://shop.gofalk.com) möchte ich hier schildern.

Anfang des Jahres 2011 sollte ein neues Navi her also mal im Internet nach vergleichenden Angeboten gesucht und darunter auch das Falk S450 gefunden, im hauseigenen Falk Shop siehe Adresse oben bestellt alles kein Problem.
Das Gerät versah seinen Dienst genau drei Monate, danach ließ es sich nicht mehr einschalten.

Klarer Fall: Garantieabwicklung; United Navigation bietet dazu eine eigene Webseite an, in der sehr genau beschrieben wird wie im Falle eines Falles vorzugehen ist, unter anderem soll man folgende AGB abnicken, was man leichtgläubig natürlich auch tut. Dort gibt es einen Passus siehe Foto unten, der eindeutig rechtswidrig ist, auch wenn United Navigation dies mit der AGB ausschließen möchte.

AGB-Auszug United Navigation
In Paragraf 439 BGB heißt es dazu:

"(2) Der Verkäufer hat die zum Zwecke der Nacherfüllung erforderlichen Aufwendungen, insbesondere Tranport-, Wege-, Arbeits- und Materialkosten zu tragen."

Soweit die Gesetzeslage, eindeutig!?
Für United Navigation nicht, nach zweimaligem Nachfassen die immer selbe Antwort:

"Versandkosten können im Nachhinein nicht erstattet werden"

Kann man von einem Fehler sprechen? Wohl kaum - es scheint gängige Masche bei United Navigation zu sein die Versandkosten dem Käufer des Gerätes nicht zu erstatten.

Letzte Information von United Navigation: Falls das Gerät wieder defekt ist, will man graziöser Weise das Gerät von UPS abholen lassen, aber man kann im Nachhinein keine Versandkosten erstatten. Demütigung pur.

Und das Ende von der Geschichte?
Recht haben und Recht bekommen sind zweierlei Paar Schuhe.

Das nächste Problem stellt sich mir, der Magnet am Navigationsgerät löst sich, so dass das Gerät schon mehrfach durchs Auto geflogen ist. Soll ich noch einmal das Gerät einschicken???

Update 15.10.2011
Nach einschalten der zuständigen Verbraucherzentrale mit anwaltlicher Beratung ist es gelungen United Navigation auf den rechten, den richtigen Weg zu bringen. Es hat zwar United Navigation etwas Geld kosten müssen (starfbewehrte Unterlassungserklärung mit Vollzug der selbigen) frei nach dem Motto: wer nicht hören will muss fühlen, aber am Ende wurde alles gut. Ich habe meine Portokosten erstattet bekommen. Stellt sich mir nun nur noch eine Frage; warum nicht gleich so?


letzte Aktualisierung 28.12.2012